GEJOscan® die innovative Software zum Erfassen und Bearbeiten von Inspektionsfahrten

Ist die Abwasserleitung dicht?

Zum Schutz unserer Umwelt!
Undichte Abwasserleitungen verschmutzen das Erdreich und unser Grundwasser.

Das Eindringen von sauberem Grundwasser verursacht zusätzliche Kosten beim Ablauf und Reinigen des Abwassers.

Im § 60 des Wasserhaushaltsgesetzes wird geregelt, dass Abwasseranlagen nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik errichtet, betrieben und unterhalten werden müssen. Das wichtigste technische Regelwerk ist die DIN 1986 „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke“

Deshalb sollten grundsätzlich alle im Erdreich verlegten Abwasserrohre, im Trennsystem, (d.h.die Schmutzwasserleitungen unter der Bodenplatte und außerhalb der Gebäude – einschließlich Kontrollschächte und Revisionsöffnungen – bis zur Grundstücksgrenze oder bis zum Übergabeschacht ) und im Mischsystem (Alle Schmutz- und Mischwasserleitungen, -Schächte und Revisionsöffnungen auf dem Grundstück.) auf Dichtheit untersucht werden.

Grundsätzlich gilt: Abwasserleitungen müssen dicht sein!

Fristen für die Durchführung von Dichtheitsprüfungen enthält
die DIN 1986 – Teil: 30. Obwohl diese Norm nicht in allen Bundesländern offiziell eingeführt ist. Die Fristen der Norm sind somit nicht verbindlich. Zwischen
den einzelnen Bundesländern gibt es hier momentan rechtliche Unterschiede.

Viele Gemeinden können die Vorgehensweise bei der Dichtheitsprüfung in Ihren Abwassersatzungen individuell regeln.
Häufig werden Dichtheitsprüfungen bei Neubau- oder Umbaumaßnahmen bereits heute verlangt. In Wasserschutzgebieten können auch Fristen vorgegeben sein.
Abwasserleitungen und Schächte sind als „dicht“ einzustufen, wenn bei einer Prüfung mit einer Kanalfernsehanlage wie unsere Kanalkamera oder Rohrkamera oder Schwenkkopfkamera

  • keine sichtbaren Schäden festgestellt werden
  • kein Grundwasser eindringt
  • alle Leitungen lückenlos befahren und
  • alle Schächte geöffnet werden können.

Unmittelbar vor der optischen Inspektion müssen die Grund- und Anschlussleitungen gründlich gereinigt werden. Die Reinigung erfolgt durch den Einsatz von Hochdruckspüldüsen, die über einen Schacht oder über eine Revisionsklappe in die Leitung eingeführt werden und die Rohre in oder gegen Fließrichtung des Abwassers reinigen.

Mit Hilfe einer ferngesteuerten, abbiegefähigen Schiebekamera wie unsere Gejos PIC 6.0 Peli-Multi untersucht der Inspekteur das verzweigte Grundleitungsnetz.Eine Dreh-Schwenkkopf-Kameratechnik liefert hochauflösende Videoaufnahmen, die digital aufgezeichnet werden, und deren Zustand fotografiert und in einem Untersuchungsprotokoll nach DIN EN 13508-2, DWA M 149-2 mit Ausgabe XML Datei, oder z.T. noch nach DIN: ATV / Isybau2001 / 2006 festgehalten werden.

Um Schäden zu lokalisieren findet eine Leitungsortung statt. In der Kanalkamera ist ein Ortungs-Sender integriert, der ein Signal erzeugt, das mit einem Ortungs-Empfänger geortet wird. Dadurch kann Lage der Leitung, Leitungsknickpunkte, abzweigenden Rohre und Gebäudeanschlüsse bestimmt werden.

Eine Inspektion der Grundstücksentwässerungsanlage ohne Dokumentation ist wertlos! Unsere Inspektionskamerassysteme in Verbindung mit der Büro Erfassungssoftware liefern einen detaillierten Inspektionsbericht.

Was, wenn die Leitungen undicht sind?

Undichte Leitungen sollten umgehend saniert werden. Dazu ist es Notwendig die genaue DN Nennweite des Rohres erfasst zu haben. Mit unserer permanenten Laser Nennweitenmessung ist eine genaue Messung und Dokumentierung des Rohrinnendurchmessers eine Leichtigkeit. Dadurch ist es möglich immer den richtigen Kurzliner oder Schlauchliner einzuziehen, da Nennweitenveränderungen sofort erkannt werden.

Kurzliner: Ein mit Kunstharz getränkter kurzer Schlauch (ca. 50 cm) aus z.B. Glasfasergewebe wird um einen aufblasbaren Träger (Packer) gewickelt.

Anschließend wird der Packer unter Kamerabeobachtung an die Schadensstelle gefahren und mit Luftdruck formschlüssig an die Rohrwand gepresst. Dort verklebt der Kurzliner mit dem Altrohr und härtet aus.

Schlauchliner: Ein mit Kunstharz getränkter Schlauch aus z.B. Nadelfilz wird mit Luft- oder Wasserdruck so in die Leitung eingestülpt und aufgeweitet, dass er an der Rohrwand überall dicht und weitestgehend faltenfrei anliegt und anschließend aushärtet.
Überfahrene Anschlüsse müssen mit einem Fräsroboter wieder geöffnet werden. Auch Leitungsbögen können mit diesem Verfahren renoviert werden.

  • Bestandslageplan
  • Digitale Untersuchungsvideos
  • Fotos der Einzelschäden
  • Untersuchungsprotokoll der Leitungen

Abschließend erfolgt eine erneute Rohrinspektion am besten mit einer Gejos Abzweigkamera-Schwenkkopfkamera PIC 6.0 MULTI mit permanenter Laser Nennweitenmessung.